Reproduktion und Retusche

Alte Fotos sind wertvolle Schätze, die sich jedoch im Laufe der Jahrzehnte durch Alterung des Trägermaterials, Gebrauch oder unsachgemäße Lagerung verfärben, ausbleichen und Flecke oder Risse aufweisen können. Durch meine Sammelleidenschaft bekomme ich sehr oft Fotos in einem teilweise recht unansehnlichen Zustand, bei denen ich entscheiden muss, ob sie noch zu retten sind oder nicht. Dabei gehe ich auch von den Möglichkeiten aus, die mir digitale Bildbearbeitungsprogramme zur Restaurierung bieten. Die Fotos werden zuerst vorsichtig mit einem Tuch gereinigt, dann eingescannt und anschließend mit viel Liebe zum Detail aufgearbeitet. Dazu gehören in erster Linie das Entfernen von Staub und Kratzern, kleineren Flecken – meist Stockflecken, das Nachbessern der Farbe(n) und selten das Entfernen von Knicken oder das Ersetzen größerer Bildteile. Anschließend werden die nun erneuerten Fotos ausgedruckt oder zum Negativ umgewandelt klassisch auf Fotopapier vergrößert.
Natürlich retuschiere ich auch – soweit es mir möglich ist – mit dem Pinsel und der Hand. Dann betrifft dies jedoch eher die von mir gefertigten Abzüge aus der Dunkelkammer (Positivretusche), seltener die Negativretusche. Verwendet wird hierzu das praktische ‘Black & White Photo Tinting Kit’ von Nicholson.
Als praktischen Ratgeber für grundlegende Retuschearbeiten, empfehle ich ein kleines Büchlein aus dem VEB Fotokino Verlag Leipzig mit dem Titel “Retuschetips” – geschrieben von der Retuscheurin Martina Rossa bzw. den Band X aus dem sog. ‘Photografischen Bücherschatz’  mit dem Titel ‘Die Retusche – Ein Leitfaden zur Erläuterung der Negativ- und Positiv-Retusche in der Photographie’ von Hans Spörl, Liesegangs – Verlag M. Eger 1921.

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