Koloration

Anfang des vorigen Jahrhunderts kam es in Mode, dass aufwendig & teilweise glamourös in Szene gesetzte Personen auf schwarz – weiß Bildern nachträglich und zusätzlich mit der Hand koloriert wurden. Die Ursprünge der Technik liegen in der mittelalterlichen Buchdruckkunst, bei welcher einfache s/w Bilder per Hand zur Veranschaulichung mit Farbe versehen wurden. Auch war es nicht unüblich,s ganze Bildteile bzw. Bilder komplett einzufärben (viragieren), um dann die anschließende Koloration in ihren Effekten zu verstärken.Wichtig beim Kolorieren ist es, dass das Bild vorher gut gewässert wurde und die Bildteile, welche gefärbt werden sollen, feucht sind. Die Farben werden gut verdünnt (in mehreren Schichten) mit Pinsel oder Wattebausch aufgetragen.

Ich persönlich benutze sehr gern die traditionellen Eiweißlasuren, die Grundfarben von Keilitz bzw. DYE Lasuren von diaphoto oder das wunderschöne ‘Black & White Photo Tinting Kit’ von Nicholson, die es in den Abstufungen tief-, braun- und blauschwarz usw. gibt.

Aber auch Dank der modernen Technik und den verschiedenen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung, gelingt das Kolorieren heute Jedem und ist wesentlich sauberer und effektiver durchzuführen.