Hydrochinon im Entwickler

Gestern hatte ich mir ein paar Stunden Zeit genommen, um mich mental noch einmal im Dunklen zu entspannen, bevor es am Montag wieder  unfreundlich wird  voller Elan mit dem Studium weitergeht.
Eigentlich hatte ich vor, zuerst ein paar liegengebliebene Rollfilme zu entwickeln, aber: der Blick in die Flasche sagte: nur noch ‘sto gram’ reichen da nicht aus…
Wirklich Lust hatte ich keine, in der Kürze der Zeit Neues anzurühren und da bei der Lith-Entwicklung eh noch ein paar Bonuspunkte offen waren, ich sowieso einen Stapel abgelaufenes Papier dabei hatte, entschloss ich mich, die Stunden anderweitig sinnvoll auszufüllen. Mit Ultrabrom (noch mit DM Preis und  aus den schönen 1980ern) und einer Packung classic paper – Polywarmtone ( das eine ein PE, das andere ein Barytpapier)breitete ich mich in der Dunkelkammer aus und mischte diesmal ganz entspannt 20 + 20 + 800 ml Chemie miteinander.
Mit der festgestellten Belichtungszeit, eingestelltem Gradationsfilter und der Blende +2  sieht man folgende Ergebnisse auf Ultrabrom, die freudigerweise auch alle im angegebenen ”Moersch’en  Entwicklungszeitenrahmen” entstanden.

Die Fotos hatte ich bereits im Frühjahr mit meiner Praktica MTL 50 auf dem – hinter unserem neuen Heim gelegenen – Bahnhof gemacht, als ich mit Hund und Freundin die Gegend nach Eventualitäten erkundete. Neben diesem Bahnhofsgelände kann man einige alte Industriebrachen, stillgelegte Grünstreifen und wenige  schöne historische Gebäude im Karree entdecken.
Und,  als ich mir heute so die Ergebnisse in der Entwicklerschale anschaute, war ich doch ganz zufrieden, hier gelandet zu sein. Es gibt noch einiges zu entdecken.

Teilen:FacebookTwittertumblr

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>